Vom 19.-26. Oktober fand die K-Messe in Düsseldorf statt. Es handelt sich um die weltweit größte Branchenmesse der Kunststoffindustrie. Mit 19 Hallen, mehr als 3000 Ausstellern und weit über 200.000 Besuchern zeigt sie deutlich den rasanten Wachstum der gesamten Kunststoffbranche.

20161024_124829_hdrDas relativ neue Feld der additiven Fertigung hält auch hier Einzug, wenn natürlich auch nicht in der Dimension wie herkömmliche Industrien sich präsentieren. In den Hallen werden komplette Produktionsstrassen aufgebaut, präsentiert und betrieben. Durch den enorm hohen Aufwand für diese Messe, findet diese auch nur alle 3 Jahre statt und man gewinnt den Eindruck, das viele Unternehmen ihr Tagesgeschäft, die Produktion von Kunststoffprodukten und Rohstoffen, auf der Messe fortführen.

20161024_164808_hdrIm Bereich der additiven Fertigung lag der Fokus bei vielen Anbietern auf der additiven Fertigung von Spritzgusswerkzeugen für Kleinserienproduktion. Diese halten zwar nur wenige 100 Schuss aus, sind dafür aber sehr kostengünstig zu fertigen und zu verändern, sollten sich die Anforderungen an die Spritzgussteile ändern.

20161024_164425_hdrEin weiterer Trend der sich zeigt, ist die Fertigung von Vollfarbmodellen. Diese finden hauptsächlich Anwendung in der Medizintechnik. Aber auch im Produktdesign können somit sehr komplexe, farbliche Objekte hergestellt werden.

 

20161024_171449_hdrIm Aussenbereich der Messe befand sich auch der Doppeldecker-FabBus der Hochschule Aachen. Er bietet 8 Arbeitsplätze, die mit Makerbot Mini, Replicator 5, Makerbot Z18 und einer Objet24 von Stratasys ausgestattet sind und bis zu 16 Schülern Gelegenheit geben, in die Welt der additiven Fertigung (3D-Druck) hineinzuschnuppern. Daneben bietet er noch einen kleinen Showroom, Loungebereich und selbstverständlich auch eine Kaffee- & Tee Bar an. Mit dem Spitznahmen „Wolfgang“ (in Anlehnung an das FH-Labor GoetheLab in der Goethestraße) tour der Bus durch Deutschland mit der Mission „Know-How des 3D-Druckens in Schulen und Unternehmen bringen„.

Laut der Webseite des Projekts ist der sehnlichste Wunsch zur Zeit, einen Bruder für „Wolfgang“ mit Namen „Johann“ aufzubauen.

20161024_151034_hdrAlles in allem war jedoch die Präsenz von öffentlicher Forschung und Lehre eher unterrepräsentiert, was aber bei der gewaltigen Industrieschau (leider) nicht weiter verwundert (siehe Hallenplan unten, Violett eingefärbt der „Science Campus“ in Halle 7). Viele, gerade große Unternehmen, tuen sich leider immer noch etwas schwer, mit der Geschwindigkeit, Offenheit und Dynamik von jungen Forschungs- und Lehreinrichtungen sowie Start-Ups mitzugehen. Erfrischend dabei war zu bestaunen, wie auch die Schüler der CJD Königswinter große Erfolge auf dem Gebiet der Robotik präsentieren konnten.

 

k-2016-hallenplan

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