Additiv gefertigte Bauteile können vielfältig nachbearbeitet werden. Mit unserem Kostenrechner haben wir einige der gängigsten Methoden abgebildet.

2k-Epoxid Beschichtung

Epoxidharze finden häufig Verwendung in der Herstellung von Faserverbundwerkstoffen.

Im Gegensatz zu den Gelcoats werden die Harze jedoch in der Regel zum Tränken oder auch Infiltrieren der Gewebematten verwendet. Sie sind nach der Aushärtung spröder aber fester als Gelcoats. Behandelte Bauteile halten zwar größeren Kräften stand, sind dabei aber empfindlicher bei äusseren Einflüßen.

2k-Epoxid Infusion

Verwendet werden bei der Infusion ähnliche Harze wie bei der Beschichtung. Sie weisen jedoch eine niedrigere Viskosität auf, um leichter in Bauteile eindringen zu können.

Bauteile werden dabei in das Harz getaucht und in einer Vakuumkammer längere Zeit entgast. Dabei entweicht die Luft aus dem Bauteil und wird durch Epoxid ersetzt. Nach einer nahezu volltändigen Entgasung wird das Bauteil entnommen und tropft ab. Die Zwischenräume im Objekt sind nun mit Epoxid gefüllt. Durch die Kapilarwirkung verbleibt das Harz in den kleinen Zwischenräumen bis zur vollständigen Aushärtung.

Die Druckparameter sind bei dieser Nachbehandlnug von entscheidener Bedeutung, um die Kapilarwirkung in den Hohlräumen zu erhalten, bis das Harz seine Topfzeit überstanden hat.

Bauteile erfahren hier, abhängig von deren Geometrie und Druckparametern durchaus eine Gwichtszunahme von 10-20%. In aller Regel sind diese behandelten Bauteile gasdicht.

2k-Epoxid Gelcoat Beschichtung

Hierbei handelt es sich um eine Epoxidbeschichtung auf Polyesterbasis. Sie wird normalerweise im Formenbau bei der Herstellung von Faserverbundbauteilen für Sichtflächen verwendet. Die Epoxidschicht härtet ockerfarbig aus und hinterlässt eine seidenmatte, leicht unebene, feste Oberfläche. Die Oberfläche kann geschliffen, poliert oder lackiert werden.

Diese Beschichtung eignet sich nicht für Bauteile, die in ihren Endabmessungen masshaltig sein sollen. Sie dient vielmehr zur Verfestigung von Bauteilen und zur Schaffung von bearbeitbaren Oberflächen.

1k Sprühfüller Grundierung

Nahezu jeder Werkstoff kann auch lackiert werden. Vor dem Lackieren wird in der Regel ein “Füller” aufgebracht, um feine Unebenheiten der Oberflächen zu “füllen”. Wir verwenden hier Besa 1k-Füller, einen besonders hoch-viskosen Füller der die Schichten gut ausfüllt. Natürlich werden die Ergebnisse bei dünneren Schichten beim Druck deutlich ebener.

Smoothing

Als “Smoothing” wird ein Verfahren bezeichnet, bei dem die Oberfläche von Kunststoffobjekten mittels eines Lösemittels angelöst wird und verläuft.

Häufig wird es bei Materialien wie z.b. ABS, ASA oder PMMA angewendet. Die optischen Ergebnisse sind erstaunlich.

Allerdings schwächt dieses Verfahren die Kunststoffe auch. Mit Lösemittel behandelte Objekte können bei falscher Behandlung weniger Bruchfest und verformbar werden. Wenn die Objekte jedoch vollständig entgast sind, weisen sie in der Regel eine “gebrauchsfeste”Obefläche auf.

Debinding & Sintern (Metall)

Dieses Verfahren ist in unserem Kostenrechner nicht gesondert aufgeführt, da es im Preis für das Material BASF Ultrafuse bereits enthalten ist. Diese Bauteile wären ohne diese Nachbehandlung nicht einsetzbar. Weitere Informationen zu dem Prozess finden Sie hier: Debinding & Sintering

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