Debinding

Entbinderung nach dem BASF-Verfahren bei 110 ° C mit HNO3> 98%.

Das Formaldehyd, das sich beim Entbindern aus den Teilen entwickelt, kann mit einem Oxidationsmittel reagieren.
Die Explosionsgrenze von Formaldehyd mit Sauerstoff beträgt 4,5 Vol .-%.
Es gibt Hinweise darauf, dass eine langsame Reaktion zwischen Formaldehyd und Salpetersäure vorliegt. Daher muss eine unbeabsichtigt hohe Salpetersäuredosis vermieden werden.
Um das Eindringen von Luft durch Leckagen zu vermeiden, verweisen wir auf das Handbuch des Ofenlieferanten.
Wir empfehlen dringend, die Wartungsintervalle einzuhalten, besonders für die Türdichtungen und die Lager des Umluftventilators. Basierend auf einem 50-Liter-Entbinderungsofen eine Salpetersäurezufuhr von typischerweise 30 ml/h und ein Spülgas (Stickstoff) mit einem Durchsatz von 500 l/h führte zu einer sicheren Verarbeitung.
Bei diesem Gasdurchsatz darf die Säurezufuhr nicht auf mehr als 38 ml/h erhöht werden.
Der Entbinderungsvorgang ist beendet, wenn ein minimaler Entbinderungsverlust von 7,10% erreicht ist.

Sintering

gesinterte Struktur

Das Sintern muss in einer Atmosphäre mit 100% sauberen und trockenen Wasserstoff (Taupunkt <- 40 ° C)erfolgen.
Als Sinterträger wird Al2O3 mit einer Reinheit von 99,6% empfohlen, z.B. Frialit®  Al2O3 (Friatec AG).
Ein typischer Sinterzyklus ist:

  • Raumtemperatur – 5K/min – 600°C, 1 Stunde halten,
  • 600°C – 5K/min – 1380°C, 3 Stunden halten
  • Ofenkühlung

In der frühen Stufe des Sinterprozesses verbleiben noch verbrannte Bindemittelbestandteile und die Pyrolyseprodukte sollten mittels Ventilator abgesaugt werden.
Die Entfernung von kondensierten Pyrolyseprodukten von der Sinterofenwand sollten mit Laborhandschuhen oder, in extremen Fällen, mit Handschuhen aus Nitrilkautschuk durchgeführt werden. Unter Umständen kann sich beim Sintern eine Ablagerung aus Manganoxit (MnO) bilden. Diese Verbindung kann auch eine faserähnliche Morphologie zeigen, die ein Gesundheitsrisiko darstellen kann und bei der Reinigung des Ofens besondere Sorgfalt erfordert: Es wird dringend empfohlen Staubbildung zu vermeiden und Einwegmasken mit Partikelfilter vom Typ FFP3 (DIN EN 149) zu verwenden.

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